Vereinsgeschichte

KARATE-DO-KWAI NORDHAUSEN e.V.
Entstehung und Entwicklung

Die Anfänge unseres heutigen Vereins in Nordhausen reichen zurück bis in den Dezember des Jahres 1987. Bereits damals existierte eine Übungsgruppe, die unter Leitung von Frank Pelny, Egbert Gudlat und Falk Knudsen Karate-Techniken nach heutigen Vorstellungen trainierte. Diese Übungsgruppe bestand aber nur aus wenigen ausgewählte Personen und das Training wurde abgeschirmt vor fremden Augen im Sportraum der Hubschrauberstaffel-16 der Grenztruppen der DDR durchgeführt.
Der Schwerpunkt des Trainings lag auf dem Militärischen Nahkampf.

Das änderte sich ab Juli 1989, nachdem die Ausübung von Karate in der ehemaligen DDR unter Schirmherrschaft des Judoverbandes offiziell möglich wurde. Das Training wurde nun in der Sporthalle der damaligen Berufsschule der Deutschen Reichsbahn in der Friedensstraße in Nordhausen durchgeführt und die Übungsgruppe öffnete sich der Bevölkerung. So wuchs die Mitgliederzahl bis zur Wende in der DDR auf ca. 20 Teilnehmer.

Über Olaf Ehrenbrink aus Artern erhielten Frank Pelny, Egbert Gudlat und Falk Knudsen im Dezember 1989 die Chance, in Warnemünde an einem Trainingslager teilzunehmen. Bei Sensei („Lehrer“) Antoniak aus Polen, 4. Dan und Präsident des Shôtôkan-Karate-Verbandes der Republik Polen, legten sie ihre Prüfung zum gelben Gürtel mit Erfolg ab.
Die Verbindung nach Warnemünde ausbauend, wurden 1990 weitere Trainingslager besucht und Prüfungen abgelegt. Auch erfolgte die Ausbildung zum Fachübungsleiter Karate an der DHfK-Außenstelle in Rostock (DHfK – Deutsche Hochschule für Körperkultur – Hauptsitz in Leipzig).
Im Juli 1990 fand dann ein einwöchiges Trainingslager mit dem polnischen Meister Marek Ramus, 2. Dan, in Nordhausen statt, an dem auch eine Anzahl Karateka aus Sondershausen teilnahm und das mit einer großen Anzahl bestandener Prüfungen abschloss.

Mit dem Beitritt der ehemaligen DDR zur BRD änderten sich auch die Bedingungen für den Freizeitsport. Rechtlich und versicherungstechnisch waren viele Dinge Neuland. Um trotzdem weiterhin systematisch trainieren zu können, trat die Übungsgruppe Karatesport dem neu gegründeten Judosportverein Nordhausen e.V. bei. Dadurch wurde gleichzeitig die Nutzung der Schulsporthalle Nordhausen Nord möglich. Diese verbesserten Trainingsbedingungen, die bessere Lage und das gute Training ermöglichten ein Anwachsen der Abteilung KARATE-DO-KWAI auf über 100 Mitglieder.

Aufgrund der Mitgliederstärke und spezifischer Bedürfnisse der Karatesportler wurde im Mai 1993 ein eigenständiger gemeinnütziger Karateverein gegründet, der KARATE-DO-KWAI NORDHAUSEN e.V., dem am 17.05.1993 vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit bescheinigt und der am 13. Juli 1993 unter der Nummer 41 VR 361 im Vereinsregister beim Kreisgericht Nordhausen eingetragen wurde.
Die sieben Gründungsmitglieder unseres Vereins waren:
Frank Pelny, Toralf Grafe, Sven Engler, Diana Ackermann, Andre Hübscher, Carsten Grabe und Holger Ostmann


Seitdem hat sich unser Verein wie folgt entwickelt:

November 1993:

  • Der Verein erhält die Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums in der Blasiistraße in Nordhausen zugewiesen und hat seitdem dort sein Domizil.
  • Der Verein expandierte und eröffnete eine kleine Übungsgruppe in Stolberg/Harz.

Januar 1994:

  • Der Verein beschafft einen Computer und Zubehör zur Vereinsverwaltung.
  • In Nordhausen wurde durch Frank Pelny und Egbert Gudlat die Übungsgruppe Selbstverteidigung ins Leben gerufen. Hier trainieren vor allem Erwachsene. Prüfungen erfolgen ab März 1995 im SaCO-System.

Mai 1994:

  • Unter Leitung von Olaf Reichelt entstand die Übungsgruppe KARATE in Bad Frankenhausen.

Oktober 1994:

  • Seit diesem Zeitpunkt kann in Nordhausen in der Übungsgruppe KOBUDÔ der Umgang mit den alten bäuerlichen Waffen aus Okinawa erlernt werden. Geübt wird das System Gendai-Kobudô im Kobudo-Kwai Deutschland e.V.

Januar 1995:

  • Eine weitere Übungsgruppe KARATE wurde durch Olaf Reichelt und Frank Pelny in Kelbra aufgebaut, die ebenfalls regen Zuspruch findet.

Herbst 1995:

  • Die Ausstattung aller DÔJÔ (Übungsgruppen / Standorte) mit Geräteschränken, Pratzen, Übungsstöcken, Tonfa, Übungsmessern, Übungspistolen und Erste-Hilfe-Koffern ist abgeschlossen. Außerdem verfügt jeder Standort über einen Aluminiumschaukasten.
  • In Bad Frankenhausen wurde durch Olaf Reichelt eine SaCO-Gruppe aufgebaut.

1996:

  • Die KARATE-Gruppe Stolberg verlegt ihr Training in die Sporthalle der Grundschule in Rottleberode.

März 1997:

  • Als letzter Vereins-DÔJÔ eröffnet auch in Kelbra eine SaCO-Übungsgruppe.

Dezember 1997:

  • Die KARATE-Gruppe Stolberg / Rottleberode wurde aufgrund mangelnder Mitgliederstärke aufgelöst. Die verbliebenen Mitglieder setzen ihr Training in Kelbra oder Nordhausen fort.

Februar 1998:

  • Nach vorangegangener 4jähriger Förderung durch das Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit und das Arbeitsamt Nordhausen wurde Frank Pelny als Geschäftsführer und Cheftrainer in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Zwischen 1994 und 2001 konnten ebenfalls noch Egbert Gudlat, Olaf Reichelt, Andreas Knörnschild und Carsten Grabe durch Fördermaßnahmen zeitweise über mehrere Jahre im Verein angestellt werden.

Oktober 1998:

  • Aufbau einer Übungsgruppe „KARATE ab 30“ in Nordhausen, liebevoll „Dino-Karate“ genannt.

Herbst 1999:

  • Auch in Bad Frankenhausen wird eine „Dino-Karategruppe“ aufgebaut.

28. November 1999:

  • Anlässlich der Show einer Kung-Fu Gruppe mit Shaolin-Mönchen aus der VR China in der Wiedigsburghalle in Nordhausen gibt unser Verein eine viel gelobte Demonstration im Vorprogramm vor ca. 1.000 Zuschauern.

17. März 2000:

  • Beschluss einer überarbeiteten Vereinssatzung auf der Mitgliederversammlung.

Juni 2000:

  • Der Verein erhält eine Vereinsfahne, die uns die Fahnen- und Kostümschneiderei der Regional GmbH in Rottleberode anfertigte.

September 2000:

  • In Nordhausen wird eine Karate-AEROBIC-Gruppe aufgebaut. Die ersten Trainer sind Stephanie Knoche und Diana Ackermann.

November 2001:

  • In Gorsleben bei Bad Frankenhausen wird eine KARATE-Gruppe aufgebaut. Trainer sind Olaf Reichelt, Dominik Abt und Sascha Krebs.

Ostern 2002:

  • Unser Vereinsvorsitzender Frank Pelny weilt zu einem zweiwöchigen Trainingsaufenthalt auf Okinawa / Japan. Ab diesem Zeitpunkt trainieren wir in unserer Kobudô-Gruppe nur noch das Ryûkyû Kobudô Tesshinkan.

August 2003:

  • Frank Pelny und Michael Kleffel starten bei der „2003 Okinawa Karatedo & Kobudô World Tournament“ in Naha-City auf Okinawa in der Kategorie Bô-Kata. Frank kann als bester deutscher Teilnehmer Platz 19 belegen.

24. Januar 2004:

  • Unser Verein wird vom Deutschen Karate Verband e.V. (DKV) mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Juni 2004:

  • Die KARATE-Gruppe Gorsleben wurde aufgrund mangelnder Mitgliederstärke aufgelöst. Die verbliebenen Mitglieder setzen ihr Training in Bad Frankenhausen fort.

29. Januar 2005:

  • Unser Verein wird vom Thüringer Karate Verband e.V. (TKV) mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Oktober 2005:

  • In Nordhausen wird eine Übungsgruppe „QI-GONG“ aufgebaut. Die Lehrerin dieser Gruppe ist Ines Weniger. Somit haben wir nun auch in den inneren Kampfkünsten ein Angebot in unserem Verein.

Dezember 2006:

  • Die SaCO-Übungsgruppe in Bad Frankenhausen wurde aufgrund mangelnder Mitglieder aufgelöst.

Januar 2007:

  • In Bad Frankenhausen wurde eine Übungsgruppe „Karate-AEROBIC“ eröffnet. Trainerin ist Ramona Franke-Bär.

Februar 2008:

  • Die Aerobic-Gruppe in Bad Frankenhausen wurde aufgelöst, da die Trainerin arbeitsbedingt verzogen war und kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Dezember 2008:

  • Die Übungsgruppen in Bad Frankenhausen verlassen unseren Verein und gründen sich als selbstständiger Sportverein „Kyffhäuser-Karate-Dojo e.V.“.

Januar 2009:

  • In Nordhausen wird eine Übungsgruppe für Breitensport für Kinder von 4-6 Jahren „Ninja-Kids“ eröffnet. Geleitet wird diese Gruppe von den Motopädinnen Stephanie Knoche und Sylvia Bohrer, unterstützt von Sven Schröter und Karla Knoche.

Januar 2009:

  • In Kelbra wird nun auch eine Übungsgruppe „Karate-AEROBIC“ eröffnet. Der erste Trainer ist Matthias Junkherr.

August 2009:

  • Beim „2009 Okinawa Traditional Karatedô World Tournament“ in Naha / Okinawa / Japan belegt unser Vereinsvorsitzender Frank Pelny einen 5. Platz in der Kategorie Bô-Kata senior. Außerdem starten Hagen Walter (9. Platz Sai-Kata), Doreen Schilling und Viktor Vollmer (jeweils 17. Platz Bô-Kata).

November 2009:

  • In Nordhausen wird eine zweite Übungsgruppe Breitensport für Kinder von 4-6 Jahren eröffnet. Geleitet wird diese Gruppe von der Motopädin Sylvia Bohrer, unterstützt von Karolin Bohn.

Januar 2012:

  • In Nordhausen wird testweise eine Übungsgruppe „FightFit“ eröffnet, die leider aufgrund mangelnden Interesses im Mai 2012 bereits wieder aufgelöst wurde. Geleitet von Stephanie Knoche und Frank Pelny wurde in dieser Gruppe durch Schlag- und Trittkombinationen in hohen Wiederholungszahlen auf Pratzen Fitness-Training gemacht.

Juni 2012:

  • In Nordhausen wird eine Übungsgruppe „Shaolin KUNG-FU“ eröffnet. Geleitet wird diese Gruppe von Patrick Joedecke / 2. Meistergrad.

Dezember 2012:

  • Die Übungsgruppe Karate-AEROBIC in Kelbra muss leider geschlossen werden, da sich trotz dreijähriger Bemühungen kein ständiger einheimischer Trainer für diese Übungsgruppe finden ließ.

Juli 2014:

  • Unser Verein ist auf persönlichen Wunsch des Okinawa-Meisters Tamayose Hidemi (9. DAN) Ausrichter der offiziellen Feier zum 15. Jahrestag der Gründung des Verbandes RYÛKYÛ KOBUDÔ TESSHINKAN KYÔ KAI. Fast 50 Sportler aus Deutschland, Japan, Russland, Belorussland und Tschechien trafen sich für 4 Tage in Nordhausen.

Dezember 2014:

  • Die Nordhäuser Übungsgruppe Ninja-Kids-2 (freitags) wird aufgrund mangelnder Mitgliederzahlen geschlossen.

Januar 2015:

  • In Nordhausen wird eine Übungsgruppe „KARATE für Senioren“ (60+) eröffnet und trainiert freitags von 16.30-17.30 Uhr unter Leitung von Frank Pelny und Helmut Franke.

August 2015:

  • Unsere bisher größten sportlichen Erfolge: Beim „2015 Okinawa Traditional Kobudô World Tournament“ in Naha / Okinawa / Japan wird Hagen Walter Weltmeister in der Kategorie Sai-Kata adult und Frank Pelny Vizeweltmeister in der Kategorie Bô-Kata senior. Doreen Schilling kann einen 7. Platz in Bô-Kata adult belegen und auch Viktor Vollmer startete in Bô-Kata adult.

Dezember 2015:

  • Die Übungsgruppe „Shaolin KUNG-FU“ muss leider geschlossen werden, da der Trainer Patrick Joedecke sich überraschend komplett zurückgezogen hat. Die bisherigen Mitglieder dieser Gruppe setzen ihr Training in anderen Übungsgruppen unseres Vereins fort.

24. Juni 2016:

  • Unser Verein wird vom Deutschen Karate Verband e.V. (DKV) mit der Ehrenplakette in Silber ausgezeichnet.

 

 

Regelmäßig organisiert unser Verein auch Weiterbildungsmaßnahmen und Turniere:

  • Seit 1993 nehmen wir aktiv am jährlichen „Kyffhäuser-Karate-Camp“ im Juni in Kelbra teil.
  • Von 1994-2004 weilte jährlich mehrmals der Bundestrainer des Kobudo-Kwai Deutschland e.V. für Weiterbildungstermine in Nordhausen.
  • Von 1995-2005 fand immer am zweiten Märzwochenende das Nachwuchsturnier „Kyffhäuser-Pokal“ in Kelbra statt.
  • Seit 1995 finden kontinuierlich Ausbildungen und Schulungen von SaCO-Ausbildern in unserem DÔJÔ statt.
  • 2002-2004 wurde im September zusätzlich das Fortgeschrittenenturnier „Thuringia-Open“ durchgeführt, das jeweils einmal in Nordhausen, in Kelbra und in Bad Frankenhausen ausgetragen wurde.
  • Im Mai 2001 und 2002 hatte unser Verein die Ehre, den okinawanischen Matsubayashi-(Shôrin)-Ryû Karate-Dô und Yamanni-Ryû Bô-Jitsu Großmeister Oshiro Toshihiro (8.Dan) aus Los Angeles bei seinen ersten Lehrgängen in Europa in Nordhausen zu begrüßen.
  • Im August 2005 ist erstmals ein 9. Dan Kobudô und 6. Dan Karate in Nordhausen zu Gast! Tamayose Hidemi Sensei aus Ozato / Okinawa weilte 3 Tage in Nordhausen. Der Präsident des Ryûkyû Kobudô Tesshinkan Kyô Kai war Gast unseres Vereins.
  • Seit 2008 führen wir jährlich den Kurs „Kobudô-Intensiv 6×6“ durch. In sechs Terminen (je 1 Sonntag pro Monat) von September bis Februar werden Grundlagen des Ryûkyû Kobudô Tesshinkan vermittelt.
  • Seit 2011 haben wir die große Ehre, jährlich das Sommerlager („GASSHUKU“) des Ryûkyû Kobudô Tesshinkan Kyô Kai – Europe in Anwesenheit des okinawanischen Meisters Tamayose Hidemi (10. Dan) ausrichten zu dürfen.
  • Regelmäßig im Dezember schließen wir das Kalenderjahr mit einem Weihnachts-Lehrgang im Dôjô Kelbra ab.


Die Mitgliederstärke des Vereins ist seit seiner Gründung auf ca. 280 Mitglieder angewachsen.



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