2005 Tamayose NDH

01.08. – 03.08.2005
Tamayose Sensei (9.Dan) besucht Nordhausen
Zu seinem ersten Besuch in Nordhausen durfte unser 1. Vorsitzender Frank Pelny den okinawanischen Großmeister Tamayose Hidemi (9. Dan) am 01. August begrüßen. Nachdem der Meister das Wochenende bereits in Berlin war, war dies seine zweite Station bei seinem erstmaligen Besuch im Ostteil Deutschlands.


Montag, 01. August 2005:
Nach dem Einchecken im Landgasthof „Zur Goldenen Aue“ in Bielen wurde erst einmal Mittag gegessen. Danach stand die „Kyffhäuser-Tour“ auf dem Programm des Tages. Zuerst wurde das Kyffhäuser-Denkmal besichtigt. Die 33 Doppelkurven und den Fahrstil unseres Vorsitzenden überstand der Meister, der in Begleitung seiner Frau Masako und seines Sohnes Tetsushi war, problemlos. Das imposante Denkmal und der wirklich schöne Rundblick beeindruckten die Gäste doch sichtbar.
Anschließend wurde die Fahrt über das Kyffhäuser-Gebirge vollendet. In Bad Frankenhausen wurde das PANORAMA besichtigt, das Gemälde auf dem Schlachtberg des Bauernkrieges. Der Meister und seine Familie zeigten sich überwältigt, so etwas hatten sie noch nie zuvor gesehen.
Am Abend hatte Frank Pelny zu sich nach Hause eingeladen. In gemütlicher Runde wurde Abendbrot gegessen und sich unterhalten. Bei dieser Gelegenheit ließ sich Frank gleich seine Tunfa vom Stiloberhaupt des Ryûkyû Kobudô Tesshinkan Kyokai signieren.


Dienstag, 02. August 2005:
Der Tag begann mit einem hochoffiziellen Termin. Um 10.00 Uhr fand ein Gespräch mit dem stellvertretenden Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Herrn Jendricke, statt. Im Europa-Zimmer des Rathauses informierte Frank Pelny den Bürgermeister über die Sportarten des Vereins und die Beziehungen zum Meister aus Okinawa.
Im Anschluß wurde kurz die Nordhäuser Altstadt besichtigt, ehe als nächstes die Mahn- und Gedenkstätte „Mittelbau Dora“ besucht wurde. Hier machte Frank Pelny Erläuterungen zu diesem dunklen Teil deutscher Geschichte und zeigte dem Meister in der Bibliothek der Gedenkstätte Buchveröffentlichungen seines Vaters Kurt Pelny, der die Gedenkstätte in den 60er Jahren aufgebaut hatte.
Nach dem Mittagessen hatte sich unser 1. Vorsitzender was besonderes einfallen lassen. Er besuchte mit dem Meister und dessen Familie den Kalischacht in Sondershausen. In 2,5 Stunden wurden 700 Meter unter Tage 12km auf Lkw zurückgelegt, eine Kahnfahrt unter der Erde gemacht und die alten Schachtanlagen besichtigt. Der Meister war überwältigt. Größer als Okinawa ist, kann man sich hier unter Tage bewegen.
Schließlich stand auch ein Training auf dem Plan. Frank Pelny hatte viele Karate-Freunde über die Anwesenheit des Meisters informiert so waren ca. 40 Trainingswillige von Salzwedel bis Schmalkalden angereist, um einmal persönlich einen 9. Dan aus Okinawa beim Training zu erleben. Da die Trainingshalle für soviel Leute mit Langstock einfach zu klein war, wurde auf dem Hartplatz hinter der Halle trainiert. Das lockte wiederum viele Schaulustige an. Alle waren von den dynamischen Techniken des Meisters und seiner bescheidenen und freundlichen Art beeindruckt. Zur Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer aus den Händen von Tamayose Sensei ein Teilnahme-Zertifikat.
Der Abend klang wieder mit dem Abendessen bei Frank Pelny Zuhause aus.


Mittwoch, 03. August 2005:
Nun war schon der Tag der Abreise gekommen. Nachdem der Meister aus dem Hotel ausgecheckt hatte, absolvierte Frank Pelny mit ihm eine letzte Besichtigung in Nordhausen – die Harzquerbahn. Das erwies sich als absoluter Knaller. Da der Meister seinen Enkeln auf Okinawa immer aus einem Kinderbuch Geschichten von einer Dampflok vorliest, es auf Okinawa aber gar keine Eisenbahn gibt, stand er nun erstmals in seinem Leben vor einer echten und funktionierenden Dampflok. Geschlagene 20 Minuten, bis der Zug den Bahnhof verlassen hatte, bestaunte der Meister und seine Familie dieses technische Meisterwerk. Sogar den Führerstand der Lok durfte er besichtigen.

Auf der Fahrt zum Flughafen nach Frankfurt/M. wurde noch kurz in Erfurt Station gemacht. Frank’s Schwester zeigte hier wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom Dom, über eine Bach-Kirche, die Krämerbrücke und und und … wurde Erfurt in einer Stunde sozusagen japanisch besichtigt.
Nach einer kleinen Stärkung wurde dann die letzte Etappe zum Flughafen absolviert. Frank half noch beim Einchecken und verabschiedete dann den Meister und seine Familie, die sich noch einmal herzlich für die schöne Zeit in Nordhausen bedankten.

Kyffhauser
Kyffhäuser-Denkmal
BuergermeisterBürgermeister Roland
Nordhäuser-Roland
Pelny_1
Zuhause bei Frank: Signieren der Tunfa
Pelny_2
Zuhause bei Frank: Abendbrot
Training_1Training
Training_2Training Training_3
Training
Training_4Training


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